
Am Freitag, dem 8. Mai, hat die Landeshauptstadt Wiesbaden in Schierstein ein neues Verwaltungsgebäude für das Ordnungsamt in der Stielstraße 3 offiziell in Betrieb genommen. Bauherrin ist die städtische WiBau. Die Stadt betont, dass mit der Zusammenführung bislang verteilter Einheiten zugleich moderne Arbeitsbedingungen und ein effizienterer Bürgerservice geschaffen werden.
Nutzung und Ausstattung
Das dreigeschossige Gebäude fasst künftig die Abteilungen Ordnungswesen und Gewerbewesen, das Veranstaltungsbüro sowie die Abteilung für Waffen, Jagd und Fischereiwesen. Ergänzt wird die Bürofläche durch Besprechungsräume, Archivflächen und eine Dachterrasse für die Mitarbeitenden. Ziel der Zusammenlegung ist es, interne Abläufe zu verkürzen und die Erreichbarkeit für Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.
Bauablauf und Naturschutz
Der Neubau entstand auf dem Grundstück, auf dem zuvor die verbliebenen Altbauten nach der Inbetriebnahme der Kfz Zulassungsstelle im Jahr 2024 abgerissen wurden. Nach Angaben des Architekten Torsten Schön reichte der Bauablauf von Abbrucharbeiten im Sommer 2024 über den Rohbaubeginn im Dezember 2024 bis zur Fertigstellung im März 2026. Vor dem Abbruch wurden Jungtiere von Gartenschläfern in Abstimmung mit dem Umweltamt umgesiedelt, als Teil der naturschutzrechtlichen Begleitung der Arbeiten.
Trägerschaft und Bedeutung für die Verwaltung
WiBau hat das Gebäude im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags errichtet und vermietet es an die Landeshauptstadt Wiesbaden. Oberbürgermeister Gert Uwe Mende hob bei der Einweihung hervor, dass das Projekt nicht nur moderne Arbeitsplätze schaffe, sondern auch den Service für Bürgerinnen und Bürger nachhaltig verbessere. Bau- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol nannte die klare architektonische Struktur und eine nachhaltige Bauweise als zentrale Merkmale, wobei er Gründach und langlebige Fassadengestaltung als bewusste Entscheidungen für zukunftsfähige Lösungen im öffentlichen Bau bezeichnete.
Ordnungsdezernentin Maral Koohestanian betonte, dass die Zusammenführung der Abteilungen die interne Zusammenarbeit erheblich verbessere und gleichzeitig für kürzere Wege und bessere Erreichbarkeit sorge. Christoph Golla, Geschäftsführer der WiBau, würdigte die professionelle Realisierung des Projekts und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen stärker als Kriterien in künftigen Vergabeprozessen zu berücksichtigen.
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